03 avril 2008

Dorfteiche / ponds / étangs / stawy

Die Lemkepütt :

Lemkep_tt_2

Lemke_P_tt

Fotos : Anke/Jean-Claude RIHARD (1993 und 1996)

Die Dählingspütt :

D_hlingsp_tt_2005

D_hlingsp_tt_mit_Weg_Richtung_Max_Gohrbandt_und_Molkerei_2005

Kreuzung_D_hlingsp_tt_Richtung_Karwitz_2005

Fotos : mit Dank an Rudolf GOHRBANDT (2005)

Damals gab es noch die Schmandtke- und die Dummerspütt.

Die Dummerspütt lag gegenüber der damaligen Dorfschule. Dort durften die Kinder in der Pause oder Turnstunde Schlittschuh laufen oder schlittern, das ging mit den "Holtdüffle" (Holzpantoffeln) am besten.

Nach den Schularbeiten ging's zum Schlitten fahren und Schlittschuh laufen auf die Dählingspütt. Wenn das Eis dick genug gefroren war, schlugen die ROSINs Jungs in der Mitte der Pütt einen dicken Pfahl ein. Daran kam eine lange Stange. An dieser wurden die Schlitten angebunden oder die Schlittschuhläufer hingen sich daran und sind dann im Kreis gelaufen.

Mit dem Schlittschuh laufen war das so eine Sache : Mariechen (geb. 1916) und Bruder Fritz (geb. 1921) bekamen einmal zu Weihnachten nur jeder einen Schlittschuh, denn zwei Paar konnten sich die Eltern nicht leisten.

Wenn zum Frühjahr das Eis zu schmelzen begann, schlugen ROSINs Jungs mit der Axt grosse Eisschollen auf der Dählingspütt. Da sind die Kinder dann Bugestücke gelaufen. Sie sprangen von einer Eisscholle auf die andere, was ganz gefährlich war.

Die Teiche waren da zur Feuerlöschung da die Häuser damals Strohdächer hatten. Jeder Haushalt hatte Vorschriften : Otto LANGE musste z.B. immer einen leeren Eimer bereit haben. Bei Feuer wurde der Feuerwehrhorn geblasen, um die Bevölkerung zu benachrichtigen.

Quelle : Erinnerungsbuch meiner Oma Mariechen geborene LANGE

Posté par GenevieveR à 13:07 - - Commentaires [0] - Permalien [#]


Datenbank für Ahnenforscher / data base for genealogists / base de données pour généalogistes / mal abaza danych dla geneologow

Kleine Datenbank zu den ehemaligen Schlawiner Einwohnern und deren Berufe (mit Dank an Gunthard STÜBS von der Pommerndatenbank)

=> zur Datenbank

Posté par GenevieveR à 13:25 - - Commentaires [0] - Permalien [#]

Der Gasthof Hugo WENDT / the village restaurant / le restaurant du village / gospoda

Auf der linken Seite des Dorfeingangs aus Karwitz kommend befand sich der Dorffkrug.

Gasthof_Schlawin_1_von_2

Gasthof_Schlawin_2_von_2

Gasthof_Hugo_Wendt_1945

Foto (1945) : mit Dank an Heribert WENDT und Thomas REITZ

Dieser Krug hatte einen Tanzsaal. Die jungen Leute kamen zum Vergnügen, so wurden damals die Tanzabende genannt. Die jungen Mädchen sassen auf den Bänken. Als die Musikkappelle SCHÜTTPELZ aus Abtshagen anfing zu spielen, stürmten die Jungs, die im Saaleingang standen, auf die Mädchen zu und snappten sich erstmal die besten Tänzerinnen. Zu der Zeit tanzte man Walzer, Schieber, Polka, Rheinländer und Tango.

Tanzsaal_Gasthof_Wendt

Tansaal_Wendt_2_05_2003

Fotos vom ehemaligen Tanzsaal : mit Dank an Marion SINDEL (2003)

Im Krug trafen sich auch die Männer zum Karten spielen.

Im Krug war auch regelmässig Filmabend. Zuerst nur Stummfilm, ab 1932 dann Tonfilm schwarz-weiss. Der erste Tonfilm war 'Bomben auf Monte-Carlo' mit Hans Albers und Heinz Rühmann. Die Filme wurden vorher vom Gemeindeboten angesagt, der durch Schlawin mit einer Klingel lief. Minna DÖPKE mietete damals die Garderobe im Kinosaal.

In der Adventszeit wurde in der Schule viel geprobt für die Weihnachtsfeier. Am letzten Adventsonntag fanden im Krug die Aufführungen statt. Mariechen war bei Dornröschen mal eine Hofdame, Bruder Fritz bei Schneewittchen ein Zwerg.

Bei den Sommerfesten der Vereine (Turn-, Gesang-, Reiter-, Schützen- und Kriegerverein) im Busch trafen sich alle Vereinsmitglieder vorm Krug und von dort ging es zu Fuss mit Musik auf der Dammseite entlang zum Busch. Inzwischen fuhr der Kreuger (Wirt) mit seinem mit Bier und Limonade beladenen Pferdewagen die Dreckseite entlang, so war er noch eher im Busch als die Marschierenden.

Ausserdem kamen im Sommer jedes Jahr Karussels nach Schlawin. BOHLMANNs Karussel stand beim Krug. Das Kettenkarussel kam dann später und stand bei PRAMSCHÜFERs und die Luftschaukel auf dem Dorfplatz.

Gasthof_Hugo_WENDT_ca_1970

Foto : mit Dank an Rudolf GOHRBANDT (ca. 1970)

A_1980

Foto : Dziękuję Maria i Waldemar WITEK (1980)

schlawin4

Foto : mit Dank an Uwe Christian PARPART (1999)

Restaurant_new

Foto : Dziękuję Maria i Waldemar WITEK (2006)

Gemäss Waldemar und Maria WITEK ist das Haus nach 1945 umgebaut worden. Der Dachteil ist behalten worden und auf dem Kamin steht das Datum 1836 oder 1856.

Posté par GenevieveR à 16:08 - - Commentaires [0] - Permalien [#]

04 avril 2008

Kirche / church / église / kościoł

Kirche_1996

Foto : Anke/Jean-Claude RIHARD (1996)

Kirche_2006

Fot

Foto : dziękuję Maria i Waldemar WITEK

Posté par GenevieveR à 07:26 - - Commentaires [0] - Permalien [#]

Denkmalschutz und Freilichtmuseum Słowino / open-air museum / écomusée / skansen

Maria und Waldemar WITEK vom Büro für Baudenkmaldokumentation von Szczecin haben die Projektidee für ein lebendiges Freilichtmuseum Słowino entwickelt. Sie stellten fest, dass besonders Fachwerkbauten ("preussische Mauer") als Synonym für deutsche Kultur diskriminiert wurden. Mehrere historische Schlawiner Bauten wurden unter Denkmalschutz gestellt. Seit 2002 wurden 23-Fachwerkgebäude planerisch aufgenommen und dokumentiert, 50 Detailkarten der historischen Zimmermanns-Architektur angefertigt und 25 Inschriften gesichert.

Ziel der nächsten Jahre ist es, eine umfassende Renovation des Dorfes zu beginnen, um das Kulturerbe schützen zu können.

Mehr dazu unter : http://www.sedina-archiv.de/docs/Fehlberg_Rezension_Darlowo.pdf (Sedina-Archiv) mit Dank an Herrn Hauke FEHLBERG für die Übersetzung ins Deutsche.

Die letzten Jahre wurden ein Dorffeste organisiert, wo auch den Besuchern die alten Baumethoden gezeigt wurden. Bilder dazu unter : http://bdz.szczecin.pl/menu.php?op=3&kat=15&zdj=270.

chata_05

chata_02

Fotos : Biuro Dokumentacji Zabytków Szczecin (Web-Seite)

Posté par GenevieveR à 12:47 - - Commentaires [0] - Permalien [#]


Ostern / Easter / Pâques / Wielknoc

In Schlawin waren folgende Osterbräuche verbreitet :

Osterwasser : Am Ostermorgen gingen die jungen Mädchen zur Motze Osterwasser schöpfen. Das sollte für die Schönheit gut sein. Sie wurden von den jungen Männern begleitet, die sie neckten und versuchten, die Mädchen zum Lachen zu bringen. Dabei durfte man auf dem ganzen Weg hin und zurück nicht sprechen oder lachen, sonst war das "Schlodderwasser" und wirkte nicht.

Osterkarte_1933

Stiepern : "In Schlawin gingen wir am Karfreitag in unseren Prüfungskleidern in den Busch. Dort trafen wir uns mit den Jungs und holten Osterruten aus Wachholder, damit ging man an Ostern stiepern (stäupen = mit Rute schlagen). Da ich in den Ferien oft nach Rügenwalde fuhr, war ich auch diesmal an Ostern dort. Hatte mir Birkenreisig mit bunden Bändern gekauft, die gab es dort auf dem Markt und bin Ostersonntag die Münderstrasse runter gerannt zu Tante Minna. Vorher hatte ich mit ihr ausgemacht, dass Onkel Ernst länger im Bett bleiben sollte, denn ich wollte ja stiepern. Als ich hinkam, tat er so, als ob er noch schlief, ich hob das Deckbett auf und hab ihn feste gestiepert, dazu sagte ich : "stieper stieper Osterei, gibt's Du mir kein Osterei, schlag ich Dir den Po entzwei !". Er schrie furchtbar und ich bekam ein grosses Osterei und viele kleine dazu."

Quelle : Erinnerungsbuch meiner Oma Mariechen geborene LANGE

Mit dem Frühling wachsen allmählich die Pflanzen auf. Die Rute ist die Lebensrute, deren Schlag oder Berührung die Lebenskraft der aufwachenden Natur überträgt. Für diesen Liebesdienst erwartete man natürlich ein Geschenk.

Quelle : Pommernspiegel, das fröhliche Buch vom Pommerschen Volkstum, Martin REEPEL, 1934, Ostsee-Verlag Stettin

Posté par GenevieveR à 19:21 - - Commentaires [0] - Permalien [#]

07 avril 2008

Schule / school / école / szkoła

Das kleine Mariechen hatte zwei ältere Geschwister, Gerda und Bruno und als diese Gedichte aufhatten, lerne Mariechen sie immer mit und wollte schon mit 5 Jahren unbedingt zur Schule. Ostern 1922 kam Mariechen mit noch nicht 6 Jahren in die Schule und es war doch schwieriger als sie dachte und sie hatte im ersten Schuljahr Schwierigkeiten mit dem Lesen. Das änderte sich bald und sie wurde schon im 2. Schuljahr die Zweitbeste und das blieb so bis sie nach 8 Jahren mit guten Zeugnissen entlassen wurde. Da Mariechen auch eine gute Handschrift hatte, auf die Lehrer GEITNER grossen Wert legte, musste sie oftmals am Nachmittag zu ihm kommen und sein Referat ins Reine schreiben, welches er als Leiter eines Lehrgangs vorzeigen musste.

Schule

Postkarte : mit Dank an Gerhard DUMMER

Ehemalige_Dorfschule_Mai_2003

Foto : mit Dank an Marion SINDEL (2003)

Die Schule befand sich am Ortseingang Schlawin aus Richtung Rötzenhagen. Zu Mariechens Zeiten gab es in Schlawin eine drei-klassige Volkschule. In dem 1-3 Schuljahr eine Lehrerin Fräulein NEUBÜSER, in dem 4-5 Schuljahr Lehrer Alexander AUSCHRAT und im 6-8 Schuljahr Hauptlehrer GEITNER.

In den Pausen spielten die Mädchen meistens Ball oder Reigen : "Dornröschen war ein schönes Kind", "es war einmal ein kleiner Mann", "Mariechen steht auf einem Stein" oder "wir öffnen jetzt das Taubenhaus". Bei "wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann" spielten auch die Jungs mit.

Einmal im Jahr kam der Schulrat. Mariechen wurde meistens in Deutsch aufgerufen und musste ein Gedicht aufgsagen, u.a. "des Sängers Fluch" mit vielen Strophen oder "Burg Niedeck liegt im Elsass" oder mehrere Strophen aus "das Lied von der Glocke" von Friedrich von Schiller.

Vor den grossen Ferien gab es immer ein Sportfest zusammen mit den Schulen aus Rötzenhagen und Jährshagen.

Im Sommer fuhr die ganze Schule nach Rügenwalde und an die Ostsee. Die Bauern schmückten ihre Leiterwagen mit Birkengrün, im Wagen waren auch auf beiden Seiten Birke angebracht, dort sassen die Kinder. Vorne war der Kutscher mit den zwei Pferden. Unterwegs wurden Lieder gesungen, in Rügenwalde das Heimatmuseum im Schloss und die Gertraudenkirche besichtigt. Mit dem Motorboot fuhren die Schüler auf die Wipper bis zur Münde. Da assen sie ihre Stullen und kauften sich ein Eis und Limonade, denn jeder hatte 50 Pfennig Taschengeld bekommen. Am Ostseestrand hielten sie sich den ganzen Nachmittag auf, konnten dort wunderbar baden, denn das Wasser war nicht tief, da grosse Steine vorgelagert waren.

Manchmal machten die Schüler Ausflüge in die "Gaatzer Höll", sie wanderten durch den Wald bis Göritz, da waren noch Höhlen aus der Steinzeit.

Quelle : Erinnerungsbuch meiner Oma Mariechen geborene LANGE

Klassenfoto_um_1930

Foto um 1930 (mit Dank an Wilfred KRAUSE)

J Wer sich selber, Verwandte, Vorfahren erkennt oder Fehler entdeckt, möchte sich bitte bei mir melden.

Anbei Foto mit Namen : Identification__l_ves

Die letzten Schlawiner Lehrer waren Herr Emil NITZ und Fräulein HEIN. Die Fotos zeigen das Ehepaar NITZ mit der Tochter Inge, Berufsschullehrerin (mit Dank an Gerhard DUMMER).

Ehepaar_Nitz_mit_Tochter_Inge

Posté par GenevieveR à 14:42 - - Commentaires [0] - Permalien [#]

09 avril 2008

Gehöfte in SCHLAWIN Miekenkaten / farm houses / fermes / gospodarstwa

Miekenkaten lag nördlich von Schlawin in Richtung Järshagener Bahnhof. Dort hatten Reinhold KRAUSE und Hugo LANGE ihre Gehöfte.

Geh_ft_Miekenkaten_3

Foto : Frieda KRAUSE, geborene LANGE (1940). Dank an Wilfred KRAUSE.

Geh_ft_Miekenkaten_1

Geh_ft_Miekenkaten_2

Fotos : Frieda KRAUSE geborene LANGE (1984). Dank an Wilfred KRAUSE.

Schlawin_1

Schlawin_2

Eigenes Foto (09/2008)

Zeichnung_Geh_ft_KRAUSE

Zeichnung von Frieda KRAUSE, geborene LANGE. Dank an Wilfred KRAUSE.

Posté par GenevieveR à 14:57 - - Commentaires [0] - Permalien [#]

10 avril 2008

Erinnerungen / memories / mémoires / wspomnienia

Manche Familien haben in ihrer Schatztruhe Urkunden oder Fotos aus früheren Zeiten. Unsere Familie ist leider in diesem Bereich aufgrund der Vertreibung ziemlich arm : das Familienstammbuch meiner Grosseltern ist verloren gegangen und wurde anlässlich der Hochzeit meiner Mutter 1965 neu eingetragen (Eidesstattliche Versicherung). Die Schlawiner Geburt meiner Mutter (1942) konnte bis heute nicht dokumentiert werden.

Dafür haben wir Mariechens Erinnerungsbuch. Mama und ich hatten uns das Buch schon länger gewünscht und hörten immer wieder 'ich bin doch keine Schriftstellerin' oder 'ich kann doch nicht ein banales Heft nehmen' bis ich mit Stoff und Kreuzstich ein schönes Heft anlegte. Über ein Jahr lang wurden Entwürfe geschrieben, bis es dann im Jahr 2000 soweit war.

Omas_ErinnerungsbuchPr_sentation_Erinnerungsbuch

Mariechen wird bald 92, das Gedächnis lässt ein wenig nach und das Buch wird oft aufgeschlagen, wenn beim Geschichten-Erzählen über das frühere Leben in Schlawin ein Detail oder ein Name fehlt.

Danke, Mamusch, für dieses wertvolle Geschenk ! Deine Bichette.

Posté par GenevieveR à 17:34 - Commentaires [0] - Permalien [#]

11 avril 2008

Die Dorfhebamme / the village midwife / la sage-femme du village / polozna wsi

Mariechens Mutter, Elisabeth LANGE geborene MONDZECH, war Dorfhebamme in Schlawin und in den Nachbardörfern (Karwitz, Rötzenhagen und Järshagen). Elisabeths Mutter war auch Hebamme gewesen, ihre Schwester Helene war es auch, sowie ihre Nichte Frieda. Die Hebamme gehörte damals mit dem Pastor, dem Doktor und dem Hauptlehrer zu den wichtigsten Personen im Dorf. Wenn den Bauern ein Sohn geboren wurde, bekam die Hebamme zusätzlich zum Geld noch Brot, Butter, Stuten und Eier, auch mal einen Suppenhuhn.

Am Samstag musste Mariechen zum Pfarrer mit einem Zettel 'Danksagung für die Ehefrau vom Büdner X, die von einem gesunden Mädchen/Buben glücklich ist entbunden worden'. Der Pfarrer gab die Nachricht beim Sonntagsgottesdienst von der Kanzlei aus bekannt.

Oma_LANGE

Da ihre Hände als Hebamme ihr Arbeitsmaterial waren, meinte Mariechens Mutter, daβ sie diese schonen muβte und lehnte dementsprechend bestimmte Hausarbeiten ab : so muβten Mariechen und Bruder Fritz das Geschirr abspühlen und beim Wäschewaschen oder beim Groβreinemachen halfen Dorffrauen mit.

Für die Kinder war das nicht immer einfach, denn die Mutter muβte zu Entbindungen, auch mitten in der Nacht und auch an besonderen Tagen : so auch an dem Palmsonntag, als Mariechen eingesegnet wurde, so daβ Mariechen sich vornahm, nie Hebamme zu werden.

Andereseits hatte der Beruf den Vorteil, dass die LANGEs Kinder fast jedes Haus im Dorf kannten, denn sie durften immer mit, wenn die Taufe eines Neugeborenen gefeiert wurde. Zusätzlich zum Hebammenberuf hat Elisabeth LANGE geplättet, d.h. die steifen Kragen und Chemisets der Dorfmänner gebügelt. Mariechen muβte sowohl die besohlten Schuhe und Stiefel des Vaters austragen, als auch die Plättwäsche der Mutter, so kam sie fast in jedes Haus.

Elisabeth LANGE hatte auch besondere "Künste", um z.B. Gürtelrose oder Handwarzen wegzubekommen. Als Mariechen mehrere Warzen an den Händen bekam, muβte sie in einem schwarzen Zwirnsfaden soviele Knoten machen, wie sie Warzen hatte, bei abnehmenden Mond abends den Faden nach hinten über den Kopf werfen und einen Vers dazu sagen : nach zwei Wochen waren die Warzen verschwunden und Mariechen hat auch keine mehr bekommen !

Quelle : Erinnerungsbuch meiner Oma Mariechen geborene LANGE

Wer glaubt, daβ Hebamme kein richtiger Beruf war, der täuscht sich. Der Beruf wurde erlernt und die Hebammen muβten damals schon regelmässig zur Fortbildung.

Hebammen_Zeugnis_1909

Quelle : Dank an Martin KASSULKE

Es handelt sich um das Zeugnis von Elisabeths Schwester, Helene geborene MONDZECH.

Posté par GenevieveR à 06:34 - - Commentaires [0] - Permalien [#]