03 avril 2008

Die Villa Thedinga / the villa Thedinga / la villa Thedinga

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Meine Urgrosseltern wohnten zur Miete in der "Villa" von November 1934 bis nach Kriegsende. Zuerst gehörte die Villa dem Doktor Wilhelm THEDINGA. Sie wurde 1922 gebaut mit Arztpraxis. Später kaufte die Gemeinde die Villa und baute sie zu drei Mietwohnungen aus.

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Im Keller installierte mein Urgrossvater Otto LANGE seine Schuhmacherwerkstatt mit eigenem Eingang. Die Familie LANGE bekam im Erdgeschoss drei Räume mit Kachelöfen, eine grosse Küche weiss gekachelt mit grossem Herd und Backofen und mit Speisekammer, einen grossen Flur, einen Treppenaufgang mit kleinem Flur, wo meine Urgrossmutter ihre Winteraster pflegen konnte. Und ein Spülklosett, das war neu, denn im vorigen Haus gab es nur ein Plumsklo.

Neben dieser Erdgeschosswohnung waren zwei grosse Versammlungsräume für die Dorfvereine und Gemeindeveranstaltungen.

Die_Villa_1

Fotos : unbekannt

Die Wohngemeinschaft bestand auch aus den Familien LIECKFETT und OHM, die im ersten Stock wohnten.

1942 ist dann auch meine Mutter Anke in der "Villa" auf die Welt gekommen.

 

 

 

Die "Villa" ist inzwischen kaum zu erkennen, sie hat ein flaches Dach und wurde von der polnischen Bevölkerung zur Dorfschule umgebaut :

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Ecole_1

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Fotos : Anke/Jean-Claude RIHARD (1996)

Villa_Klassenzimmer_1_05_2003

Mamas Geburtszimmer ist jetzt Schulsekretariat :

Mamas_Geburtszimmer_Sekretariat_05_2003

Das ehemalige Waschhaus steht jetzt auf dem Schulhof :

Ehemaliges_Waschhaus_der_Villa_1_05_2003

Waschhaus_der_Villa_2_05_2003

Opa LANGEs ehemalige Hasenstallecke :

Villa_Hasenstallecke_05_2003

Fotos : mit Dank an Marion SINDEL (2003)

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07 avril 2008

Schule / school / école / szkoła

Das kleine Mariechen hatte zwei ältere Geschwister, Gerda und Bruno und als diese Gedichte aufhatten, lerne Mariechen sie immer mit und wollte schon mit 5 Jahren unbedingt zur Schule. Ostern 1922 kam Mariechen mit noch nicht 6 Jahren in die Schule und es war doch schwieriger als sie dachte und sie hatte im ersten Schuljahr Schwierigkeiten mit dem Lesen. Das änderte sich bald und sie wurde schon im 2. Schuljahr die Zweitbeste und das blieb so bis sie nach 8 Jahren mit guten Zeugnissen entlassen wurde. Da Mariechen auch eine gute Handschrift hatte, auf die Lehrer GEITNER grossen Wert legte, musste sie oftmals am Nachmittag zu ihm kommen und sein Referat ins Reine schreiben, welches er als Leiter eines Lehrgangs vorzeigen musste.

Schule

Postkarte : mit Dank an Gerhard DUMMER

Ehemalige_Dorfschule_Mai_2003

Foto : mit Dank an Marion SINDEL (2003)

Die Schule befand sich am Ortseingang Schlawin aus Richtung Rötzenhagen. Zu Mariechens Zeiten gab es in Schlawin eine drei-klassige Volkschule. In dem 1-3 Schuljahr eine Lehrerin Fräulein NEUBÜSER, in dem 4-5 Schuljahr Lehrer Alexander AUSCHRAT und im 6-8 Schuljahr Hauptlehrer GEITNER.

In den Pausen spielten die Mädchen meistens Ball oder Reigen : "Dornröschen war ein schönes Kind", "es war einmal ein kleiner Mann", "Mariechen steht auf einem Stein" oder "wir öffnen jetzt das Taubenhaus". Bei "wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann" spielten auch die Jungs mit.

Einmal im Jahr kam der Schulrat. Mariechen wurde meistens in Deutsch aufgerufen und musste ein Gedicht aufgsagen, u.a. "des Sängers Fluch" mit vielen Strophen oder "Burg Niedeck liegt im Elsass" oder mehrere Strophen aus "das Lied von der Glocke" von Friedrich von Schiller.

Vor den grossen Ferien gab es immer ein Sportfest zusammen mit den Schulen aus Rötzenhagen und Jährshagen.

Im Sommer fuhr die ganze Schule nach Rügenwalde und an die Ostsee. Die Bauern schmückten ihre Leiterwagen mit Birkengrün, im Wagen waren auch auf beiden Seiten Birke angebracht, dort sassen die Kinder. Vorne war der Kutscher mit den zwei Pferden. Unterwegs wurden Lieder gesungen, in Rügenwalde das Heimatmuseum im Schloss und die Gertraudenkirche besichtigt. Mit dem Motorboot fuhren die Schüler auf die Wipper bis zur Münde. Da assen sie ihre Stullen und kauften sich ein Eis und Limonade, denn jeder hatte 50 Pfennig Taschengeld bekommen. Am Ostseestrand hielten sie sich den ganzen Nachmittag auf, konnten dort wunderbar baden, denn das Wasser war nicht tief, da grosse Steine vorgelagert waren.

Manchmal machten die Schüler Ausflüge in die "Gaatzer Höll", sie wanderten durch den Wald bis Göritz, da waren noch Höhlen aus der Steinzeit.

Quelle : Erinnerungsbuch meiner Oma Mariechen geborene LANGE

Klassenfoto_um_1930

Foto um 1930 (mit Dank an Wilfred KRAUSE)

J Wer sich selber, Verwandte, Vorfahren erkennt oder Fehler entdeckt, möchte sich bitte bei mir melden.

Anbei Foto mit Namen : Identification__l_ves

Die letzten Schlawiner Lehrer waren Herr Emil NITZ und Fräulein HEIN. Die Fotos zeigen das Ehepaar NITZ mit der Tochter Inge, Berufsschullehrerin (mit Dank an Gerhard DUMMER).

Ehepaar_Nitz_mit_Tochter_Inge

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29 décembre 2008

Volksschullehrerkartei

VLK_0144_0287_Geitner

vlk_0092_0592_Nitz

vlk_0150_0105_Auschrat

Otto_BUHROW_in_SCHLAWIN_SEE_BUCKOW_ALT_WARSCHOW_und_FREETZ

Paul_Sill

Margarete_Vahl

Oskar_Scherbarth

Quelle : Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin

Die Volksschullehrerkartei kann man per Internet aufrufen unter : http://bbf.dipf.de/kataloge/archivdatenbank/hans.pl. Mit Dank an Herrn Michael Kallas für die Angabe dieser interessanten Quelle (die Pommersche Zeitung 50/08 vom 13/12/2008).

 

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21 février 2011

Alte Schule um 1920

Schlawin_Schule_1920

mit Dank an M. OTT

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02 juin 2011

Die Villa Thedinga

Gestern kamen 3 Mails von Herrn Reinhard OTT mit verschiedenen alten Fotos. Ein herzliches Dankeschön dafür !

postkarte um 1934 Villa Thedinga[1]

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22 janvier 2012

Volksschullehrerkartei

vlk-0095-0588 Kelch Siegfrid

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24 janvier 2014

Schlawiner Klassenfoto

Heute ist endlich neues Material eingetroffen und ich bedanke mich ganz herzlich bei Frau DETTBARN und ihrer Tochter. Das Foto wurde ca. 1936 aufgenommen. Es sind Kinder aufgenommen aus mehreren Schulklassen.

Schulklasse_Pommern_mit_Frau_Dettbarn_und_Gebr_der_Zager

Wer sich oder andere Schüler auf dem Bild erkennt, möchte sich bitte bei mir melden. Oben links "contactez l'auteur".

1. Reihe : Erich ZAGER (4. von rechts), Lothar KRÜGER (6. von rechts) Sohn vom Förster KRÜGER

2. Reihe : Ilse WITTIG verh. DAESLER (6. von rechts) und Frau DETTBARN (7. von rechts)

4. Reihe : Alfred ZAGER, mittig, mit heller Kleidung

 

 

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